A letter for hope
Well, ich habe mich gegen Abendessen kochen und für Mentalbreakdown entschieden. Dabei weiß ich gar nicht so genau, was mich so unfassbar traurig macht. Vielleicht ist es die Einsamkeit und die Dunkelheit, die Kälte in diesem Haus und die Müdigkeit in meinem Knochen.
Ich glaube ich musste noch nie so sehr weinen wie gestern und ich habe schon oft richtig schlimm geweint. Aber gestern hat es so so schlimm wehgetan und ich musste so viel Husten, dass ich heute keine Stimme mehr hatte. -was mir erst nachmittags in der Uni aufgefallen ist, weil ich ja sonst auch keine Menschen sehe gerade.
Weißt du, es tut so weh, dass die Leute in der Uni mich nur als Schatten kennen, der manchmal auftaucht und wenn ich an die ersten Unitage denke, an denen es noch so aussah, als könnte ich halbwegs normal studieren, dann ist das so ein Stich ins Herz. Dann seh ich wie sich die Leute, die am ersten Tag noch zumindest mit mir geredet haben, mich heute nicht mal mehr wahrnehmen, weil sie ihre friends bereits gefunden haben. Und ich habe gar keine Kraft daran was zu ändern.
Ich fühle mich so helpless. Wartend auf bessere Tage, wartend auf Lösungen, die eher einer unlösbaren Variable x gleichen.
Und ich weiß nicht warum, warum reichen vier Jahre Therapie, unzählige Arzttermine, drölftausend skills... nicht aus, um einigermaßen lebensfähig zu sein?
Und weißt du, ich bin nicht nur genervt von mir selbst, ich bin auf fest davon überzeugt, dass die ganze Welt und mindestens die Leute, die meine Instastories schauen mein rumjammern nicht mehr sehen und hören können. (Okay ein Teil von mir ist davon überzeugt)
Aber ich denke immer darüber nach, bevor ich random (verheulte) Stories poste. Und vielleicht brauche ich sie. Ich brauche sie für mich. Ich brauche sie, damit ich nicht verschwinde in diesem dunkeln, kalten Haus. Alleine. Ich will nicht aufgefressen werden vom Krank sein, ich will nicht aufgeben. Und vielleicht ist jeden Instastory irgendwas zwischen Hilfeschrei und Widerstand gegen das Aufgeben. Gegen das Verschwinden.
Vielleicht sind sie auch nur für mich, weil sie mich an gute Momente erinnern.
And love, i promise you, i want this life so badly. Und ich bin nicht ready aufzugeben und diese kleine warme Wolke, irgendwo in mir drin ist so voller Hoffnung und Liebe und das alles existiert konstant neben dem Schmerz. Und selbst in meinem schlimmsten Schmerz, weiß ich, dass irgendwo in weiter oder naher Ferne bessere Tage auf mich warten. Und wenn es nicht Tage sind, dann zumindest Momente.
Da draußen sind so viele Menschen, die an mich glauben. Viele, die ich nie wieder sehen werde. Aber sie glauben an mich, auch wenn ich manchmal nicht weiß warum. Da ist so viel Liebe für mich, das es manchmal gar nicht die traurigen Dinge sind, die mich zum weinen bringen. Manchmal oft sind es die lieben und unverhofften Worte, die mein Herz umhüllen und trotzdem zu Tränen werden. Tränen, die es leichter machen.
Da draußen ist eine ganze Welt, die ich erleben will. Ich will noch hundert mal mit Regengeräuschen einschlafen, noch ganz oft einandhalb Stunden zur Uni fahren und nach Hause kommen in dieses wundervolle Haus voller Liebe. Ich will noch hundert Mal diesem einen kleinen Menschen Schlaflieder singen und ihr irgendwann erklären wie wundervoll Frozen ist. Ich will zu Dates gehen und noch ganz viele Tanzabende erleben. Und dann noch mindestens eintausend Mal in deinen Armen versinken, cause you're my home.
Wäre das hier eine Instastory, dann wäre es vielleicht doch ein Hilfeschrei. Weil ich sie glaube ich dringend brauche. Hilfe, um nicht zu verschwinden. Um durchzuhalten und nicht für immer ohne Abendessen auf diesem Boden liegen zu bleiben. Ich habe nur keine Idee wie.
So I'm waiting. For better days. With a heart full of love, a world full of hope.